Archive | Mai, 2017

Helicopter-FotoFlug ueber Hamburg.

Posted on 08 Mai 2017 by Peter Sylent

Helicopter-FotoFlug ueber Hamburg.

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Gedanken zu der total verkorksten und populistischen „Drohnenverordnung“ und ihren absehbaren Auswirkungen.

Posted on 02 Mai 2017 by Peter Sylent

Mal ein paar Gedanken von Thorsten Wedig zu der total verkorksten und populistischen „Drohnenverordnung“ und ihren absehbaren Auswirkungen.

Bisher war ich es gewohnt, an einem interessanten Ort unter Abwägung aller relevanten Sicherheitsaspekte aufzusteigen, ein wenig umherzufliegen, dabei niemanden zu stören  und eventuell ein paar sehenswerte Bilder zu machen. Privat für mich oder auch für meine private Facebookseite.

Oft kamen Interessierte dazu, man unterhielt sich, nie gab es auch nur ein böses Wort und etliche Menschen erhielten auf diesem Weg ihr allererstes persönliches Luftselfie.

 

Jetzt läuft es anders, wenn man den irren und wirren Vorgaben genügen will.

Befindet sich in 100m Nähe eine Bahnlinie ? Eventuell auch eine die längst gesperrt ist oder nur selten genutzt wird ? Meine 1250g Plastikdrohne könnte ja einen Chemieguttransporter zum Entgleisen bringen… nein, kann sie nicht. Egal wie ein theoretischer Unfall auch aussehen mag, eine Gefahr besteht zu keiner Zeit.

Befindet sich in 100m Nähe eine Bundeswasserstraße ? Es kann ja schließlich sein, dass ich eines der Schiffe mit dickem Stahlrumpf ramme und versenke…

Bei Autobahnen, die ich seit jeher meide, mag man mit böser Phantasie glauben, eine versehentlich abgetriebene Drohne könne einen Autofahrer erschrecken, genau wie eine tieffliegende Möwe oder ein Suizidspatz auf Scheibenhöhe. Ob diese Verkehrsteilnehmer dann allerdings geeignet sind, am Verkehr teilzunehmen, mag bezweifelt werden, und der sichtverwehrende Einfluss einer herrenlos herumfliegenden Plastiktüte (dazu noch ohne Namensschild !) dürfte qualitativ und quantitativ die Gefahr einer defekten Drohne um den Faktor 1000 übertreffen.

 

Zum Kopfschütteln bringt einen normal denkenden Menschen auch das Thema Wohn-/Privatgrundstücke. Wir werden alle dazu ermahnt, nicht zu pauschalisieren und vorzuverurteilen. Für die bösen Drohnenflieger gilt das freilich nicht – pauschal und vorverurteilend wird angenommen, dass jeder Hobbypilot beim kurzen Überflug benachbarter Rasenflächen aus 30m Höhe hunderte hochauflösende Spanneraufnahmen der Nachbarin im Bikini macht. Das die Optiken bereits bei 15m Höhe daraus nur einen fleischfarbenen Brei machen würde, interessiert die Hysteriker und Bedenkenträger dabei genauso wenig wie die anderen Fakten die dieser Hypothese entgegenstehen. Von der Seltenheit des Bikinitragens und der Frage der Attraktivität jener Nachbarin mal ganz zu schweigen, und auch eine sofortige Verbreitung solcher Pulitzerpreisverdächtigen Aufnahmen über die sozialen Medien ist eher eine urban Legend.

 

An dieser Stelle sei erwähnt, dass das natürlich alles geht. Wenn man will und kriminell ist. Oder Terrorist. Nur halten sich eben jene ohnehin nicht an die Gesetze, was diese ganze Verordnung in Bezug auf die öffentliche Sicherheit ad absurdum führt.

Aber ich gehe mal davon aus, dass wir alle hier nicht kriminell veranlagt sind, auch wenn uns die neue Verordnung in Windeseile zu Kriminellen abstempeln kann, mit einem gradezu kuriosen Strafmaß. Freisprüche für Gruppenvergewaltiger und Messerstecher, aber zig-tausende Euro Strafandrohung wenn man dem verwaisten Heliport oder der leeren Wasserstraße zu nahe kommt.

Von Naturschutzgebieten ganz zu schweigen. In einem nahen Moorgebiet, in dem industriell Torf abgebaut wird, über dem täglich Dutzende Privat- und Militärflüge stattfinden und dass touristisch stark frequentiert wird, würde es bei einem Drohnenüberflug in 50m Höhe selbstverständlich sofort zu einem Spontansuizid der vorhandenen Fauna und einem Massensterben der geschockten Flora kommen.

 

Wie geht man also zukünftig mit einer solch irrwitzigen Verordnung um ? Werden wir uns alle vermummen, die Drohne vor Gebrauch von unseren Fingerabdrücken reinigen und auf die ansonsten sinnvolle Namensplakette lieber verzichten ? Werden wir heimlich hinter den Bäumen und Hausecken stehen und lieber per Lightbridge und Display steuern, damit man uns bei unseren kriminellen Handlungen –also harmlosen Flügen und unverfänglichen Aufnahmen- nicht sieht ? Werden wir unsere notwendige Versicherung lieber kündigen um keine Indizien zu liefern ? Werden wir unsere Bilder im Darknet tauschen und bewundern, anstatt damit via Facebook oder anderen Medien auch andere Menschen zu erfreuen, die ihre Umgebung oder ihr eigenes Haus vorher noch nie „von oben“ gesehen haben ? Werden all unsere Familienmitglieder bei einem Luftselfie im eigenen Garten und 5m Flughöhe die von Anonymus bekannten Guy-Fawkes-Masken tragen müssen ?

Wird der gesamte Drohnensektor mit seinen zukunftsträchtigen lukrativen Möglichkeiten (Arbeitsplätze, Steuern, Innovationen…) zu einer illegalen Grauzone mit Schwarzarbeit, da sich niemand an alle Verordnungen halten kann und die Genehmigungen bezahlen kann – sofern die Schreibtischtäter überhaupt eine Genehmigung herausrücken ?

Sollte auch nur eine der Antworten darauf „ja“ sein, liegt das nicht an der kriminellen Energie der Hobbyflieger. Es liegt an einer inkompetenten Gesetzgebung, getrieben von elitären Lobbyisten und sauren Moralisten. Eine extrem üble Mischung, die aus manchem harmlosen Hobby ein Verbrechen zaubert.

 

PS : Kann Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten, aber anders ist so ein papiergewordener Stumpfsinn ja auch nicht zu ertragen !

Mit freundlicher Genehmigung von © Thorsten Wedig.

 

aerialpics.de a Division of SylentPress – Fazit: Die Macher in der Politik sollten sich dringend dahin gehend Gedanken machen, welchen Schaden sie mit der neuen Drohnenverordnung angerichtet haben und zeitnah Aenderungen vornehmen.

 

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