Ratgeber, Info, Recht

Flugmodelle / „Drohnen“

Copter

Für Aufstiege von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsysteme ist, abhängig vom Aufstiegsort, nach §21 LuftVO die Einholung einer Flugverkehrskontrollfreigabe bei der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle erforderlich.

Eine schriftliche oder telefonische Freigabe benötigen Sie für Aufstiege in der unmittelbaren Umgebung (Kontrollzone) von

  • internationalen Verkehrsflughäfen (wie z. B. Frankfurt),
  • Regionalflughäfen (wie z. B. Augsburg)
  • militärischen Flugplätzen (wie z. B. Nordholz)

sowie außerhalb von Kontrollzonen bei Flügen in größeren Höhen.

Die Freigabe gilt für Aufstiege in den 16 von der DFS betreuten Kontrollzonen unter folgenden Auflagen generell als erteilt
(NfL 1-681-16):

  • Der Mindestabstand zur Flugplatzbegrenzung beträgt: 1,5 km.
  • Der Flugbetrieb findet nur in direkter Sichtweite des Steuerers statt. (Ferngläser, On-Board Kameras, Nachtsichtgeräte oder ähnliche technische Hilfsmittel fallen nicht unter den Begriff der direkten Sichtweite.)
  • Der Luftraum ist während des Fluges, insbesondere im Hinblick auf anderen Verkehr, ständig vom Steuerer oder einer zweiten Person, die mit dem Steuerer in Kontakt steht, zu beobachten.
  • Bemanntem Flugverkehr ist stets auszuweichen, vorrangig durch die Verringerung der Flughöhe oder durch Landung.
  • Außer Kontrolle geratene Flugmodelle oder unbemannte Luftfahrzeuge sind unverzüglich der zuständigen Flugverkehrskontrollstelle zu melden.
  • Maximales Gewicht der Flugmodells: 5 kg
  • Maximales Gewicht des unbemannten Luftfahrzeugs: 25 kg
  • Maximale Flughöhe des Flugmodells: 30 m
  • Maximale Flughöhe des unbemannten Luftfahrzeugs: 50 m

Die im Folgenden aufgeführten Internationalen Verkehrsflughäfen werden von der DFS betreut: Berlin/Schönefeld, Berlin-Tegel, Bremen, Düsseldorf, Dresden, Erfurt, Frankfurt/Main, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig/Halle, München, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart.

Ausführlichere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flugmodell-UAS-Infoblatt (PDF).

Begriffsbestimmung:
Flugmodelle werden genutzt zur Sport- oder Freizeitgestaltung.

Unbemannte Luftfahrtsysteme dienen sonstigen, insbesondere gewerblichen Zwecken (z.B. Bildaufnahmen mit dem Ziel der Veröffentlichung/des Verkaufs).

Weitere Hinweise:

  • Nach SERA-DVO 923/2012 ist der Flugbetrieb nur unter Sichtwetterbedingungen erlaubt.
  • Es werden keine Verkehrsinformationen über anderen Luftverkehr durch die DFS an den Steuerer übermittelt.
  • Nachts darf der Flugbetrieb nur durchgeführt werden, wenn das Fluggerät mit Beleuchtung nach SERA-DVO 923/2012 Punkt 3215 (von Luftfahrzeugen zu führende Lichter) ausgerüstet ist.
  • Zusätzlich für unbemannte Luftfahrzeuge: Die Vorgaben des NfL I 281/13 sind einzuhalten.
  • Weitere Regelungen zur Erlaubnispflicht, Aufstiegsgenehmigung des Grundstückseigentümers, Haftpflichtversicherung und Datenschutzbestimmungen bleiben von dieser generellen Freigabe unberührt und sind zu beachten!

Herausgeber : Deutsche Flugsicherung  DFS

 

Allgemeinverfügung zur Erteilung von Flugverkehrskontrollfreigaben zur Durchführung von Flügen mit Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen in Kontrollzonen von Flugplätzen nach § 27d Abs. 1 LuftVG an den internationalen Verkehrsflughäfen mit DFS-Flugplatzkontrolle.

click hier

 

Übersicht Kontrollzonen

Berlin (PDF)

Bremen (PDF)

Düsseldorf (PDF)

Dresden (PDF)

Erfurt (PDF)

Frankfurt/Main (PDF)

Hamburg (PDF)

Hannover (PDF)

Köln/Bonn (PDF)

Leipzig/Halle (PDF)

München (PDF)

Münster/Osnabrück (PDF)

Nürnberg (PDF)

Saarbrücken (PDF)

Stuttgart (PDF)

 

Kurzinformation über die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen  click hier

Standorte

Die DFS bietet ihre Dienste flächen- deckend an: sowohl an 16 Flughäfen in Deutschland als auch von fünf Kontrollzentralen aus. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen sowie die Wegbeschreibungen zu den Standorten.  click hier

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